Aeshna isoceles – Keilfleck-Mosaikjungfer

von Manfred Haacks

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Aeshna isoceles fällt durch die smaragdgrünen Augen, den namengebenden gelben Keilfleck auf dem 2. Hinterleibssegment sowie die braune Brust mit je zwei gelben Streifen und den ebenfalls braunen, nahezu ungefleckten Hinterleib auf. Verwechslungen mit der ähnlich gefärbten Aeshna grandis können durch die ungefärbten, glasklaren Flügel ausgeschlossen werden.

Die Art ist in Niedersachsen nur lückenhaft verbreitet. Neben der Elbtalaue finden sich weitere Schwerpunkte im Bereich Bremen und Oldenburg sowie im Bereich Celle nordöstlich der Aller. Darüber hinaus sind auf der Verbreitungskarte des NLWKN nur isolierte Vorkommen verzeichnet. Allerdings ist seit der Jahrtausendwende eine deutliche Zunahme an Beobachtungen von A. isoceles festzustellen. Es ist zu vermuten, dass derzeit noch großflächige Erfassungslücken in Niedersachsen bestehen und sich die Art weiter ausbreitet.

Aeshna isoceles ist eine wärmeliebende Art der Ebene und bevorzugt flache, sonnenexponierte, sich schnell erwärmende Gewässer. Dazu zählen Auentümpel und Altarme der Flussniederungen, flache Abschnitte von Abbaugewässern, Seen und Teiche. Als Sekundärstandorte sind für die Art breite Gräben und Kanäle, in denen das Wasser eine nur geringe Strömungsgeschwindigkeit aufweist, von Bedeutung. Zu erwähnen sind hier die Marschbereiche Bremens wie Hollerland, Niedervieland oder Werderland. Wichtige Habitatrequisiten sind ausgedehnte Röhrichtzonen oder Großseggenriede an den Gewässern. Generell ist eine strukturreiche Ufer- bzw. Submersvegetation erforderlich, da die Eiablage von A. isoceles in lebendem und totem Pflanzenmaterial erfolgt und sich die Larven dort gut verstecken können. Auch Krebsscherengewässer stellen für A. isoceles in Niedersachsen und Bremen einen wichtigen Lebensraum dar.

Aeshna isoceles gehört zu den früh im Jahr erscheinenden Libellenarten, so dass sie häufig zusammen mit den beiden Aeshniden Brachytron pratense und Anax imperator schon in der letzten Maidekade am Gewässer fliegt. Die Hauptflugzeit von A. isoceles dauert von Anfang Juni bis Mitte Juli. Letzte Tiere lassen sich vereinzelt bis Mitte August beobachten.

Text veröffentlicht am 10.11.2014

AG Datenbank – Erste Auswertungen

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