Aeshna mixta – Herbst-Mosaikjungfer

 von Henrich Klugkist

AF_A.mixta_M_F_ML_01

Aeshna mixta ist in Niedersachsen und Bremen weit verbreitet. Verbreitungslücken bestehen in küstennahen Marschgebieten, der Lüneburger Heide, der Diepholzer Moorniederung und den Börden. Bei vielen Verbreitungslücken im Flachland dürfte es sich aber um Kartier- bzw. Meldelücken handeln. Höhere Lagen werden von A. mixta dagegen gemieden. Im Harz beispielsweise liegen oberhalb von 300 m NHN keine sicheren Reproduktionsnachweise und oberhalb von 600 m NHN gar keine Beobachtungen der Art vor.

Die Art besiedelt grundsätzlich alle Arten von Stillgewässern, sofern sie einen größeren Schilf- oder Seggenbestand bzw. sonstige größere Vegetationsbestände am Ufer aufweisen. Bevorzugt werden kleinere bis mittlere Gewässer und Grünlandgräben mit üppiger Vegetation.

Aeshna mixta ist häufig, die Bestände weitgehend stabil. Die Art ist daher nicht gefährdet. Aus der Verbreitungskarte abzuleitende (scheinbare) Rückgänge sind wohl eher auf Kartier- bzw. Meldelücken zurück zu führen. Geeignete Gewässer innerhalb der betreffenden Gebiete sollten stärker überprüft werden.

Als kleine Edellibelle ist A. mixta eigentlich unverwechselbar. Die Männchen sind schwarz-blau gefleckt und haben blaue Augen, die Weibchen haben braune Augen und einen schwarz-braun gefleckten Hinterleib. Beide Geschlechter weisen auf dem zweiten Abdominalsegment einen hellgelben Keil auf. Dies unterscheidet die Art von der größeren, aber ähnlich gefärbten Aeshna juncea. Ebenfalls haben beide Geschlechter seitlich auf dem braunen Thorax zwei breite gelb-grüne Streifen, die der in der Größe vergleichbaren Aeshna affinis fehlen.

Wie der deutsche Name bereits vermuten lässt, ist A. mixta eine typische Art des Spätsommers und Frühherbstes. Die Hauptflugzeit beginnt Mitte bis Ende Juli und hat ihren Höhepunkt im August und September, wenn die meisten anderen Edellibellen bereits verschwunden sind. Sie dauert gebietsweise weit bis in den Oktober hinein. Die Eiablage erfolgt in abgestorbene oder lebende Pflanzenteile oder nasses Holz.

Text veröffentlicht am 09.02.2015

AG Datenbank – Erste Auswertungen

Aeshna_mixta

Die Nachweiskarte des NLWKN wurde der AG Libellen ausschließlich für den internen Gebrauch zur Verfügung gestellt. Sie wird daher erst angezeigt, wenn man sich als Mitglied der AG auf dieser Website angemeldet hat.


 

Seite