Anax parthenope – Kleine Königslibelle

 von Mathias Lohr

Anax parthenope findet sich vor allem in größeren Stillgewässern wie Seen. Auch entsprechende Sekundärgewässer in Kies- oder Sandabgrabungen und in Braunkohletagebaugebieten werden besiedelt. Neben ausgedehnten offenen Wasserflächen weisen die Gewässer oft eine dichte Unterwasservegetation sowie Schwimmblattbestände auf. Die Ufer werden i.d.R. von Röhrichten gesäumt.

Verbreitungsschwerpunkte der Art liegen im östlichen Niedersachsen, wo sie im Wendland sowie im nördlichen Harzvorland die höchsten Dichten erreicht. Diese Vorkommen stehen in Verbindung mit einem der beiden bundesweiten Schwerpunkte der Art in der Nordostdeutschen Tiefebene, wo die Art in seenreichen Landschaften von Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern weit verbreitet ist. In Westniedersachsen wurde die Art bislang lediglich vereinzelt nachgewiesen. Im Bergland ist die Art auf die Tallagen beschränkt. In den letzten 15 Jahren gelangen hier zunehmend Nachweise in der Oberweserniederung. Weitere Funde sind entlang von Ober- und Mittelweser an Abgrabungsgewässern zu erwarten.

Die Männchen von A. parthenope patrouillieren oft etwas weiter vom Ufer entfernt über der offenen Wasserfläche oder über Beständen der Schwimmblattvegetation. Die Eiablage vollzieht sich meist im Tandem an auf der Wasseroberfläche schwimmenden Pflanzenteilen.

Die Schlupfzeit von A. parthenope beginnt Ende Mai oder Anfang Juni und dürfte bis in den Juli hinein dauern. Die Hauptflugzeit liegt zwischen Mitte Juli und Mitte August. Letzte Tiere lassen sich meist bis Anfang September beobachten.

Text veröffentlicht am 21.07.2014

AG Datenbank – Erste Auswertungen

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